Mängel an Heizungen

Eine wandhängenden Gasheizung im Keller:


Im Bereich der Pfeile hatte sich der Mantel des Wärmetauschers geöffnet, weil dieser nicht mehr korrekt verschraubt war. Hierdurch trat heisses Abgas oben unterhalb des Lamellenblockes aus und gelangte hinter der (auf dem Foto abgenommenen) Geräteverkleidung direkt in den Raum!


Außerdem hat das heisse Abgas bereits deutliche Spuren an der Feuerstätte hinterlassen. Zusätzlich hat der nicht sauber brennende Gasbrenner einen Teil des Lamellenblockes verschlossen, so das sie Flammen unten rechts im geschwärzten Bereich austraten. Der obige Mangel gehört ansich in die Rubrik "kritisch", auch wenn er recht unspektakulär aussieht.

 

Nächster Fall:

Es handelt sich um eine wandhängende Gasheizung, die keinen Schornstein hat, sondern mit einem Doppelrohr senkrecht über Dach geführt wird.

Im Innenrohr wird das Abgas herausgeblassen, im umgebenden Außenrohr wird die Verbrennungsluft vom Dach her angesaugt.

Das Doppelrohr wurde durch ein sehr altes Flachdach geführt, welches durch eingestreute Schlacke o.ä. wärmegedämmt war. Durch irgendeinen Umstand hat sich die Rohrverbindung des luftansaugenden Aussenrohres genau im Zwischendachbereich getrennt, womit in großer Menge Schlacke in die Feuerstätte gelangte.

Die Heizung war in diesem Zustand noch im Betrieb!


Das es nicht zu einem Brandschaden gekommen ist, verdanken wir dem Umstand, das die eingesaugte Schlacke nicht mehr brennbar ist.


Trotzdem war durch die verschmutzte Luftseite das Abgas so stark mit Kohlenmonoxyd belastet, das eine genaue Bestimmung des CO-gehaltes nicht mehr möglich war, da das Abgasmessgerät eine Notabschaltung der CO-Messzelle durchführte.


Aufgrund der speziellen Konstruktion der Gasheizung (zum Raum hin hermetisch dicht, Luft und Abgas- Zu- und Abfuhr direkt über Dach) bestand keine Gefahr einer CO-Vergiftung im Raum der Heizung.


Und noch ein Fall:
Diesmal ein wandhängendes Gasgerät zur Warmwasserbereitung, aufgestellt in einer Küche.

 

Der Blick geht von oben in die sog. "Strömungssicherung:
An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, was Fett und Kochdünste in Verbindung mit Staub für eine "pelzartige" Schicht erzeugen können.


Deutlicher kann man kaum demonstrieren, wie wichtig eine regelmässige Reinigung und Wartung durch einen Heizungsfachmann ist!


Besonders wenn sich Gasgeräte direkt in Wohnräumen wie Küchen und Bädern befinden, ist das Gefahrenpotential erheblich höher als bei Geräten im Keller.


Meine Empfehlung:
Lassen Sie Ihre Gasheizung jedes Jahr durch einen Fachmann reinigen und einstellen. Die jährliche Abgasmessung des Schornsteinfegers kann und soll kein Ersatz für eine regelmässige Wartung sein.

 

Ein Heizkessel wird sehr heiss.


Das klingt banal, ist es aber nicht. Speziell moderne Öl-Heizkessel wie der Gezeigte verwenden vorne eine Gesamt-Kesselverkleidung für Kesselfront und Ölbrenner. Innerhalb dieser Verkleidung ist keine weitere Wärmedämmschicht angebracht - wozu auch? Dadurch ist es aber sehr wichtig, das sowohl Stromversorgungs- als auch Ölleitung so verlegt werden, das sie keinen Kontakt mit der heissen Kesselfront bekommen.


Hier liegt die Stromzufuhr zum Brenner unmittelbar an der Kesselfront und wird in absehbarer Zeit verschmort sein. Der Kunde selbst wird dies kaum bemerken können, da die (bei diesem Foto entfernte) Kessel-Frontverkleidung den Bereich völlig abdeckt.